So wohnen hochsensible Menschen

Das Haus/Die Wohnung, das/die dich umgibt, ist Dein Zufluchtsort, Dein Hort. Es ist nicht einfach nur ein Platz zum Essen und Schlafen, sondern ein Ort, in dem Du unter Umständen viel Zeit Deines Lebens verbringst. Wenn die dunkle Jahreszeit kommt und Du nicht mehr so häufig nach draußen gehen willst, an langen Wochenenden, in den Ferien und an Feiertagen, musst Du Dich wohlfühlen in Deinem Zuhause. Und wenn Du zur Traurigkeit oder zum Grübeln neigst, ist es noch viel wichtiger, Deine Wohnung so zu gestalten, dass Du Dich geborgen fühlst und mit schönen Reizen verwöhnst, sonst werden die Wände mit der Zeit immer enger und die Decke fällt Dir auf den Kopf.

Wie Du Dein Zuhause einrichtest, ist natürlich absolut Deine Geschmackssache. Du weißt am besten, was Dir guttut. Es hängt vielleicht ein wenig davon ab, ob Du ein optischer Mensch bist oder ein akkustischer, ob Du viele haptische Reize brauchst oder olfaktorische oder ob Du von allem ein bisschen benötigst oder generell möglichst wenig. Sehr hilfreich ist ein Zimmer nur für Dich, in das Du Dich zurückziehen kannst, wenn Dir manches zu viel wird.

Sehen

Gehörst Du zu den Menschen, die stark auf optische Reize reagieren und Bilder mit Erinnerungen verknüpfen, kannst Du durch die Farbgestaltung von Wänden und Möbeln und die Auswahl Deiner Bilder Deine Stimmung sehr gut beeinflussen. Starke, knallige Farben können unruhig oder aggressiv machen, wenn sie zu gehäuft und miteinander vermischt auftreten und Dich täglich umgeben. Vielleicht ist es besser, wenn die Farben Deines Wohnraumes innerhalb einer sanften Farbfamilie liegen und Du dann mit zusätzlichen Kissen und Bildern in bunten Farben Deiner jeweiligen Stimmung Ausdruck verleihen kannst. Viel Grün durch Pflanzen tut dem Auge immer gut. Warmes, indirektes Licht ist behaglicher als ein einzelnes kühles Deckenlicht und überhaupt ist das Gefühl von Weite und Freiheit größer, wenn die Räume lichtdurchflutet sind. Zimmer, die wenig Accessoires enthalten (also nicht vollgestellt sind mit allerhand Kleinigkeiten und Dekoration), geben dem Auge durch Klarheit und Reizarmut Ruhe.

Hören

Reagierst Du stark auf akkustische Reize, dann kann es Dir guttun, wenn Du darauf achtest, dass Du nicht ständig einem Geräuschpegel ausgesetzt bist, zum Beispiel, weil der Fernseher den ganzen Tag läuft oder Dein Zuhause eine Durchlaufstation für andere Menschen ist. Schlagende Fenster, ein knirschender Boden, der schnarchende Hund, papierdünne Wände oder ein klimperndes Windspiel können die Nerven (auch unbewusst) auf Dauer ganz schön strapazieren. Dann kann Musik ganz wichtig werden, die Du e nach Stimmungslage auswählst, oder aber Möglichkeiten, Dich komplett von allen Geräuschen abzuschotten. Auch plätscherndes Wasser aus einem Zimmerbrunnen kann Deine Sinne beruhigen.

Fühlen

Bist Du ein haptischer Mensch, dann tut Dir möglicherweise eine kuschelige Umgebung mit weichen Decken und Kissen gut. Teppiche, auf denen Du barfuß herumlaufen kannst und die sich weich anschmiegen, Sitzsäcke, die Dich ganz umfangen und Deinen Bewegungen nachgeben, vielleicht eine Hängematte, in der Du Dich wie in einen Kokon einwickeln und in der Duschaukeln kannst, Kirschkernkissen, die Dir Wärme schenken und Dich gleichzeitig massieren, können Dir ein wohliges Gefühl vermitteln.

Riechen

Und wenn Du eher auf Gerüche reagierst, dann helfen schon einfache Hilfsmittel, Deine Stimmung positiv zu beeinflussen. Es gibt ätherische Öle für Duftlampen, die entweder süß, frisch oder holzig-warm riechen und eine Wirkung auf die Psyche versprechen. Auch Duftkerzen bieten eine Fülle an Duftrichtungen an. Achte aber darauf, dass Du keine künstlichen Parfümöle benutzt, sie können Kopfschmerzen verursachen und Deinen Geruchssinn überlasten.

Manche richten sich nach fremdländischen Philosophien (wie Feng Shui) ein. Auch das kann hilfreich sein. Wichtig ist nur, dass Du Dir Deine Bedürfnisse vergegenwärtigst und Deine besonderen Sinne berücksichtigst.

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