3 Erste Hilfe Tipps zur Überwindung von Depressionen

Schlechte Stimmung, das Gefühl von Überforderung, Gleichgültigkeit, Interesselosigkeit und kreisende negative Gedanken – all dies können erste Anzeichen einer Depression sein. Der Verlust des Arbeitsplatzes, eine Trennung vom Partner oder der Tod eines geliebten Menschen führen zwangsläufig zu negativen Emotionen. So machen sich Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit breit.

Dieser Gefühlszustand ist erst einmal normal und die neue Situation verlangt von uns, dass wir Strategien entwickeln, um mit der Veränderung klarzukommen. Während dieses Verarbeitungs-Prozesses lernen wir langsam, die neue Situation anzunehmen und den Blick wieder nach vorne zu richten. Doch nicht immer gelingt das so leicht. Manchmal wird der Zustand immer schlimmer: Man möchte nicht mehr vor die Tür, man macht sich Vorwürfe und manchmal hinterfragt man den Sinn des eigenen Lebens. Aus einer depressiven Verstimmung wird eine Depression.

Sensibel sein für die eigene Gefühlswelt

Doch nicht immer liegen greifbare Ereignisse zu Grunde. Manchmal kommt die Depression auch schleichend und das, obwohl das Leben auf den ersten Blick im Einklang zu sein scheint. Doch auch eine stressige Zeit im Job, die Ohnmachts-Gefühle mit sich bringt, oder eine unzufriedene Partnerschaft können langsam zu einer Depression führen. Zunächst fühlt man sich energielos, man verliert das Interesse an Hobbys, Freunden und dem Partner. Experten klassifizieren die Depression in drei unterschiedliche Grade ein: leicht, mittelschwer und schwer. Besonders die letzten beiden Formen der Depressionen bedingen professionelle Hilfe, da es durch das Fortschreiten der Krankheit selten möglich ist, sich selbst zu helfen. Bei einer depressiven Verstimmung kann man jedoch auch selbst viel unternehmen, so dass keine Verschlimmerung eintritt und sich der Zustand im positiven Fall sogar bessert.

„Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben.“ – Ernst Ferstl

Diese Tipps helfen, damit Sie sich schnell wieder besser fühlen

Wichtig ist vor allem, dass man sensibel für seine eigene Gefühlswelt und sein Denken ist. Diese beiden Bereiche sollte man stets überwachen und reflektieren, so dass man bei einer Veränderung sofort aktiv werden kann. Wer selbst keine geeignete Strategie kennt, um seinen Zustand zu verbessern, sollte mit Freunden, der Familie oder einem Arzt reden. Oftmals können hier konkrete Tipps eingeholt werden, so dass eine Psychotherapie oder eine Medikation nicht unbedingt notwendig ist. Sollte sich der Zustand aber dennoch verschlechtern, so ist ein offenes Gespräch mit Ihrem Hausarzt unumgänglich. Dieser kann mit Ihnen die momentane Situation erörtern, Ihren Zustand einschätzen, körperliche Ursachen ausschließen und Sie zu einem Facharzt oder Psychologen verweisen.

1. Erkennen Sie Ihren Gefühlszustand

Viele Menschen wollen nicht als krank „abgestempelt“ werden. In unserer Leistungsgesellschaft fürchten wir uns davor, Schwächen zuzugeben. Wir wollen nicht akzeptieren, dass wir uns schlecht fühlen und nicht mehr zu hundert Prozent leistungsfähig sind. Aufgrund dessen wird verdrängt, dass die Stimmung immer schlechter wird und sich negative Gedanken breit machen. Man möchte nicht einsehen, dass sich der eigene Gefühlszustand verändert. Dies ist jedoch wichtig, denn nur wer erkennt und akzeptiert, dass es ihm nicht gut geht, kann gegensteuern.

2. Sport ist die beste Medizin

Bewegung ist das A und O, um zu einer besseren Stimmung zu gelangen. Gerade bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann Sport wahre Wunder wirken. In Studien konnte sogar gezeigt werden, dass regelmäßiger Ausdauersport (d.h. 3-4x in der Woche) den gleichen Effekt hat wie leichte Antidepressiva. Dies liegt daran, dass Sport Stresshormone im Körper abbaut und zeitgleich mehr Glückshormone ausgeschüttet werden. Schon nach einer Einheit fühlt man sich entspannter. Bemerken Sie also ein Stimmungstief, sollten Sie z.B. Ihre Laufschuhe anziehen und bei moderater Anstrengung circa 30-45 Minuten joggen gehen.

3. Auszeiten und Quality-Time einbauen

Depressionen gehen oft einher mit einem Gefühl von Überforderung und Erschöpfung. Es ist wichtig, dass die eigenen Batterien aufgeladen werden, damit der Körper sich neue Kraft holen und der Geist entspannen kann. Unternehmen Sie Dinge, die Ihnen gut tun. Genießen Sie einen Tag in der Therme, gehen Sie ins Museum, planen Sie einen Wochenend-Trip mit Freunden oder Ihrem Partner. Wichtig ist, dass der Fokus bei einer Auszeit voll und ganz auf Sie gerichtet ist, so dass Entspannung eintreten kann und Anspannung abgebaut wird.

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