Der #1 Hack für Abnehmen und weniger Körperfett

Man sagt das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit des Tages. Und tatsächlich ist eine ganze Industrie um spezielle Frühstücksprodukte entstanden. Wer kennt sie nicht, die guten alten Kelloggs? Oder all die anderen „gesunden Frühstückscerealien“, die man auch als Kind schon gerne gegessen hat? Andere schmieren sich lieber eine Scheibe Brot mit Marmelade oder Honig. Fakt ist, dass jeder so seine eigenen Frühstücksgewohnheiten hat, ohne diese jemals zu hinterfragen. Und genau das ist gewollt: Man versichert uns ständig, wie wichtig das Frühstück ist, um mit Energie in den Tag zu starten.

Ja: Das gewöhnliche Frühstück gibt uns Energie. Aber es ist die falsche Energie zur falschen Zeit. Der Grund dafür liegt im Hormonhaushalt, der bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Er, also der Hormonhaushalt, hat schließlich ein paar Jährchen Evolution hinter sich.

Was passiert mit unserem Körper in der Früh?

Kurz bevor wir wach werden steigt unser Cortisolspiegel an. Cortisol ist ein Stresshormon, das wir in allen Stresssituationen ausschütten: Wir verpassen womöglich die letzte Bahn nach Hause, wir erhalten zu einer ungewöhnlichen Zeit einen Anruf aus der Arbeit, wir werden von unserem Chef ins Büro zitiert, wir bekommen Druck von „ganz oben“, unser kleines Kind stürzt, usw.

Aber Cortisol wird auch ganz ohne äußere "Stressfaktoren" ausgeschüttet. Nämlich morgens, um uns aus dem Bett zu bekommen. Macht ja auch Sinn, so ein kleiner innerlicher Wachmacher. Die Evolution ist nicht dumm und hat sich dabei sicherlich etwas gedacht – noch lange vor Kelloggs und Co.

Welchen Einfluß hat Cortisol?

Das Problem dabei ist Folgendes: Der Cortisolspiegel bleibt morgens auch Stunden nach dem Aufstehen noch erhöht. Ca. 30 Minuten, nachdem wir wachen werden, erreicht er seinen Höhepunkt und flacht dann langsam ab. Bis er – nach etwa vier bis fünf Stunden – ein Plateau erreicht. Das wäre der natürliche Verlauf der Cortisolspiegels. 

Im modernen Alltag hat man allerdings auch noch die ein oder anderen stressigen Situationen, die gerade bei Berufstätigen eher in der Früh und am Vormittag liegen. Das bedeutet, Cortisol ist zu diesen Zeiten astronomisch hoch. Denn die Aufgabe, die Cortisol in unserem Körper eigentlich übernimmt, ist die Bereitstellung von Energie für unsere Muskulatur. Energie, die früher extrem wichtig war, wenn wir gegen wilde Tiere kämpften, oder – noch viel öfter – vor ihnen davonliefen. Dieser „Kampf“ oder diese "Flucht" findet heute jedoch im stressigen Alltag statt. Und dafür bräuchten wir eigentlich nicht unbedingt mehr Muskelenergie.

Wenn jetzt ein hoher Cortisolanteil im Blut auf ein weiteres Hormon trifft, nämlich Insulin, dann passiert die eigentliche Miesere: Cortisol soll Energie bereitstellen und Insulin diese speichern. Das Ergebnis ist einfach: Praktisch jede zusätzliche Energie, die mit Nahrung aufgenommen wird, wird als Fett gespeichert.

Die Aufgabe von Insulin ist es, Zucker für die Muskulatur bereitzustellen. Wird dieser dort nicht gebraucht (was zumeist bei sitzenden Frühstücks- oder Bürotischtätigkeiten der Fall ist), wird er in Fett umgewandelt und für einen späteren Zeitpunkt gespeichert. Macht auch Sinn: Unser Körper ist auf Effizienz getrimmt. Cortisol erhöht also grundsätzlich schon einmal den Insulinspiegel und jede Form von einfachen Kohlenhydraten – insbesondere Zucker – lässt den Spiegel noch mehr ansteigen.

Kurz gesagt: das falsche Essen zur falschen Zeit macht dick

In einer Phase, in der Ihr Cortisol-Spiegel erhöht ist, sollten Sie es vermeiden Dinge zu essen, die zusätzlich noch Ihren Insulin-Spiegel nach oben treiben. Und das sind vor allem Kohlenhydrate. Eiweiße haben nur sehr geringen Einfluß auf Insulin, Fett überhaupt nicht. Wenn Sie also eine Mahlzeit ohne Kohlenhydrate zu sich nehmen, wirkt sich das kaum auf den Insulin Spiegel aus.

Der #1 Hack um abzunehmen und für weniger Körperfettanteil

Der angepriesene „Hack“ besteht also einfach darin, zu Zeiten mit hohem Cortisolspiegel keine Kohlenhydrate – und schon gar keinen Zucker – zu essen. Kelloggs, eine Scheibe Marmeladenbrot und Kaffee mit Zucker ist nicht gerade optimal.

Stattdessen wäre angebracht:

Nüsse, Eier, Gemüse, Avocados mit zuckerfreiem Tee oder Kaffee.

Schnell und absolut effizient ist auch ein „Bulletproof Coffee“ (= Kaffee + Fett in Form von Butter, MCT-Öl, Kokosöl, ...). Dieser schüttet kein Insulin aus und liefert trotzdem – durch mittelkettige Fettsäuren in Kombination mit Koffein – genug Energie für den Tagesbeginn.

Oder man verzichtet ganz auf das Frühstück wie beim Intervallfasten...

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