Bedeutende Ereignisse in Träumen

Im Zuge der Traumforschung wurde und wird auch immer mehr über Träume von berühmten Persönlichkeiten bekannt. Diese Träume beeinflussten unter anderem die Geschichte, die Musikwelt, physikalische Errungenschaften sowie kulturelle Werke. Meist hätte die Geschichte einen ganz anderen Verlauf genommen, hätten die Träumer auf die Botschaften ihrer Träume nicht gehört oder diese ganz ignoriert.

Abraham Lincolns Traum von seinem Attentat

Ein paar Tage vor dem Attentat an Abraham Lincoln äußerte er seiner Frau gegenüber Details eines Traumes, den er erlebt hatte. Lincoln träumte, er wachte in seinem Bett auf und hörte Menschen schluchzen und weinen doch er konnte niemanden entdecken. Ihn umgab ebenfalls ein Gefühl von Kälte und Stille. Er wanderte von Raum zu Raum, doch konnte er trotz der traurigen Laute keine Menschenseele entdecken. Er hörte nicht auf, von Zimmer zu Zimmer zu gehen, bis er schließlich an das Ostzimmer kam und dieses betrat. In dem Zimmer befand sich ein Totenbett, auf dem eine Leiche in festlicher Kleidung lag. Um das Bett standen Soldaten, die den Toten beschützten. Neben den Soldaten befanden sich weitere Menschen im Raum, die weinten und schluchzten. Das Gesicht der Leiche war bedeckt und so fragte Lincoln die Menschen: „Wer ist im Weißen Haus gestorben?“ „Der Präsident“, war die Antwort. „Er wurde bei einem Attentat getötet!“ Als die Menschenmasse dann anfing noch lauter zu weinen und zu flehen, erwachte Lincoln schließlich aus seinem Traum.

Abraham Lincoln galt generell als sehr aufmerksam, was seine Träume anging und schrieb ihnen besondere Bedeutungen zu. Ob und welche Maßnahmen er allerdings nach dem Traum von seinem Tod ergriff, weiß niemand. Wenige Tage nach seinem Traum wurde der damalige Präsident der Vereinigten Staaten am Abend des Karfreitags 1865 im Ford Theater in Washington D.C. von einem Anhänger der Südstaaten angeschossen, woraufhin er am nächsten Tag den Folgen dieser Verletzung erlag.

Paul McCartney und sein Traum von „Yesterday“

Paul McCartney zählt zu den berühmtesten Sängern und Songwritern aller Zeiten. Sein Song „Yesterday“, den er für seine Band Beatles geschrieben hatte, ist laut dem Guinness Buch der Rekorde das meistgecoverte Lied der Welt. Allerdings hatte Paul McCartney die Idee für dieses Lied nicht ohne Hilfe bekommen: Als die Beatles 1965 in London ihren Film „Help!“ drehten, übernachtete McCartney in dem kleinen Dachboden seines Familienhauses an der Wimpole Street. Eines Morgens, träumte McCartney von einer klassischen Musikmelodie. McCartney beschreibt dies selbst so: „Ich bin aufgewacht und hatte diese schöne Melodie in meinem Kopf. Ich dachte „Das ist toll, was ist das nur?“ Gleich neben mir befand sich ein Piano und ich setzte mich sofort hin und spielte die Melodie fast wie selbstverständlich. Es kam mir alles logisch vor und die Melodie hat mir sehr gut gefallen. Allerdings wusste ich, dass ich sie nicht selbst geschrieben haben konnte, da ich von ihr geträumt hatte. Das war wirklich ein magischer Moment!“ Der Song wurde zu einem riesigen Erfolg und über sieben Millionen Mal im 20. Jahrhundert gespielt.

Elias Howe und sein Traum von der Nähmaschine

Der Erfinder Elias Howe hatte die Idee, eine Maschine mit einer Nadel zu entwickeln, welche durch ein Stück Stoff stach und dieses zusammennähte. Allerdings wusste er nicht genau, wie er dies umsetzen sollte. Er versuchte es zunächst mit einer Nadel, die an beiden Seiten spitz war und ein Loch in der Mitte hatte. Dieser Versuch scheiterte allerdings. Eines Nachts hatte Howe einen Traum, in dem er von amerikanischen Einheimischen gefangen genommen wurde. Sie brachten ihn zu ihrem Stamm und tanzten dann vergnügt mit Speeren um ein Lagerfeuer. Howe fiel dabei auf, dass die Speere der Ureinwohner alle ein Loch in der Nähe ihrer Spitze hatten. Als er dann erwachte stellte er mit Erstaunen fest, dass er die Lösung zu seinem Problem hatte. Er baute seine Maschine um und konnte so 1845 die Nähmaschine mit der Öse erfinden.

Ein Traum inspiriert Mary Shelley zu „Frankenstein“

Die junge Mary Wollstonecraft Godwin sowie ihr Lebensgefährte und späterer Ehemann Percy Shelley, besuchten im Sommer 1816 den Poet Lord Byron in seiner Villa am Genfer See in der Schweiz. Die schaurige Atmosphäre in der Villa verschaffte Mary einen Traum, der die Grundlage für ihren Roman „Frankenstein“ wurde. Sie träumte von der Erschaffung einer angsteinflößenden Kreatur, die aus verschiedenen Teilen toter Menschen bestand. Jede Nacht, die Mary in der Villa am Genfer See verbrachte, hatte sie den Traum von diesem Wesen. Sie hatte das Gefühl, es würde sie verfolgen und war daher sehr verängstigt. Im Lauf der Zeit steigerte sich die Faszination von Mary an dem Traumlebewesen. Daraufhin begann Mary mit den ersten Notizen für ihren Roman „Frankenstein“, der zu einem unglaublichen Erfolg wurde.

Louis Agassizs Fischfossil

Der Schweizer Zoologe, Geologe und Naturalist, der 1846 in die USA auswanderte, inspirierte mit seinen Erkenntnissen zu seiner Zeit, 1807 – 1883 zahlreiche andere Forscher. Eines seiner Projekte war das bekannte Fischfossil „Poissons Fossiles“. Bei diesem Fossil handelte es sich um ein versteinertes, fischartiges Wesen, das in mehrere Teile zerbrochen aufgefunden wurde. Agassiz kam allerdings nicht auf die korrekte Zusammensetzung aller Teile und konnte den Fisch nicht exakt rekonstruieren. Jedoch berichtete er von einem Traum, den er drei Tage in Folge erlebt hatte. In dem Traum sah er das Fischfossil jedes Mal in seiner korrekten Zusammensetzung. In den ersten zwei Nächten war er völlig unvorbereitet und konnte sich das Bild nicht merken. In der dritten Nacht allerdings hatte er sich vorher Stift und Papier zur Seite gelegt und am nächsten Tag das Bild des Fisches sofort aus dem Gedächtnis abgezeichnet. Er machte sich dann auf den Weg ins Labor und konnte das Fossil mithilfe der Zeichnung exakt rekonstruieren.

Der Traum, dem Hitler sein Leben rettete

Während des Ersten Weltkrieges hatte Hitler einen Traum, als er in einem Schützengraben versehentlich einschlief. Der Traum handelte davon, dass er und seine Kameraden von Erde und geschmolzenem Metall verschlungen wurden. Er wachte auf und verließ den Schützengraben. Kurze Zeit später wurde dieser mit Granaten attackiert und alle zurückgebliebenen Soldaten wurden getötet.

Albert Einsteins Relativitätstheorie

Die Relativitätstheorie von Albert Einstein gehört zu den bemerkenswertesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen aller Zeiten. Doch auch die Erkenntnis über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist ein wichtiges physikalisches Gesetz, welches Einstein in Zusammenhang mit der Relativitätstheorie entdeckte. Er erkannte, dass die Lichtgeschwindigkeit immer konstant ist, als er einen Traum hatte, bei dem er einen Berg hinunter rannte und bemerkte, dass sich die Darstellung der Sterne veränderte.

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