Traumdeutung bei Kindern

Von Traumforschern wissen wir heute, dass Kinder mehr Angstträume und Albträume haben als Erwachsene. Dies sei vor allem deswegen der Fall, weil die Umgebung auf Kinder größer, stärker und somit bedrohlicher wirke. Kinder träumen von den ungewöhnlichsten Dingen: von Monstern, Gespenstern, Verfolgung und von vielem mehr. Allerdings muss man bei der Deutung dieser Träume anders vorgehen als bei der Traumdeutung für Erwachsene.

Die häufigsten Träume bei Kindern

Monster

Kinder träumen häufig von den verschiedensten Monstern, unter anderem auch von dem berühmten „Monster unter dem Bett“ oder im Wandschrank. Dies konfrontiert Eltern oft mit einer schwierigen Situation, denn wird das Kind im Traum von einem Monster verfolgt oder bedroht, dann kann man davon ausgehen, dass das Monster sinnbildlich für eine Person aus dem Umfeld des Kindes steht. Leidet Ihr Kind unter solchen Monster-Träumen oder Wahnvorstellungen, müssen Sie der Ursache auf den Grund gehen. Das heißt natürlich nicht, dass es misshandelt wurde, allerdings zeigt Ihr Kind starke Anzeichen von Stress, welcher durch eine Person im näheren Umfeld ausgelöst wurde. Sind Sie selbst der Auslöser für die schlechten Träume des Kindes, machen Sie diesem klar, dass Erwachsene ab und zu schlechte Laune haben und auch lauter werden können, dass Sie Ihr Kind aber trotz dieser Phasen über alles lieben.

Fallen

Nicht nur bei Erwachsenen sondern auch bei Kindern treten Träume vom Fallen wiederholt auf. In Ausnahmefällen kommt dieser Traumihnhalt vor, wenn Kinder an einer Ohrinfektion leiden (gestörter Gleichgewichtssinn). In der Regel aber fühlen sich Kinder unausgeglichen, spüren keinen Halt mehr und fühlen sich oft alleingelassen – sozusagen bodenlos. Sollte dies bei Ihrem Kind der Fall sein, dann machen Sie ihm klar, dass es geliebt wird. Versuchen Sie die nötige Sicherheit für Ihren Schützling wiederherzustellen.

Käfer

Oftmals träumen Kinder auch von Käfern und Insekten in ihren Betten oder Zimmern. Ein derartiger Traum tritt häufig bei Kindern auf, die eine „unvorhergesehene“ Situation erleben, wie zum Beispiel eine Scheidung, einen Umzug oder ein neues Geschwisterchen. Sind Käfer und Insekten Trauminhalt, dann geben Sie dem Kind Halt und Zuneigung und versuchen Sie, dem Kind die schwierige Situation genau zu erklären. Außerdem sollten Sie Ihre eigenen Ängste und schlechten Gefühle bezüglich der Situation bereinigen, damit Sie diese nicht auf Ihr Kind projizieren und übertragen.

Fliegen und Zaubern

Träume vom Fliegen oder Zaubern ermöglichen es dem Kind, Heldentaten zu vollbringen, magische Wunder herbeizuführen und in andere Welten und Zeiten einzutauchen. Wenn Ihr Kind solche Träume erlebt, ist das ein sehr gutes Zeichen, denn dies kennzeichnet den geistigen Ausbau von Kreativität, Fantasie und Vorstellungskraft. Zusätzlich lernt das Kind logisches Denken einzusetzen und Probleme zu lösen.

Schnelles Rennen

Ein besonders häufig auftretender Traum bei Kindern ab sechs Jahren ist der Traum vom schnellen Rennen, wenn es verfolgt wird. Meistens rennt das Kind sogar so schnell, dass es von der Erde abhebt und anfängt zu fliegen, sodass die bösen Verfolger keine Chance mehr haben und aufgeben. Kinder, die diesen Traum erleben, haben in der Regel mit einer großen Herausforderung zu kämpfen, die sie verunsichert. Hierbei symbolisieren die Verfolger den Druck, unter dem das Kind steht. Dies kann vor allem beim Verlust eines Elternteils, bei Geldproblemen der Eltern oder auch dann vorkommen, wenn ein Geschwisterchen besonders viel Aufmerksamkeit der Eltern bekommt.

Ein böses Tier

Zahlreiche Kinder träumen vom Verfolgtwerden durch ein böses Tier. Hierbei kann es sich sowohl um ein Haustier als auch um ein wildes Tier handeln. Besonders häufig kommen der Bulle, der Löwe und die Riesenspinne in den Träumen von Kindern vor. Auch hier steht das Tier stellvertretend für eine Person oder eine Situation, die das Kind belastet. Träumt Ihr Kind von einem bösen Tier, dann ist es meist hilfreich, dass ihr Kind das Tier malt und die Geschichte des Traumes nochmals wiedergibt, um einen Bezug zu einer Person oder Situation im näheren Umfeld  herzustellen.

Über die Träume sprechen und Probleme lösen

Das Beste, was Sie tun können um Ihrem Kind bei schlechten Träumen zu helfen, ist es ein Traumritual einzuführen. Sprechen Sie jeden Morgen am Frühstückstisch über die Träume der letzten Nacht. Erzählen Sie dem Kind auch von Ihren eigenen Träume. Dadurch lernt das Kind, dass es in Ordnung und sogar lustig ist, offen über Träume zu sprechen. Wie bereits erwähnt, kann auch das Malen des Erlebten im Traum dabei helfen, das Problem zu lösen. Viele Kinder empfinden Erleichterung, wenn sie sich verkleiden und das Ende des Traumes nachspielen, um somit mit einem „Happy End“ abzuschließen. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Träume nichts mit der Realität zu tun haben und dass das Kind immer die Kontrolle über sich selbst hat – nicht die bösen Träume.

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