Die Geschichten von Andromeda und Ariadne

Sowohl Andromeda als auch Ariadne entspringen der griechischen Mythologie. Beide haben ein hartes Schicksal zu meistern und finden am Ende doch noch ihre Bestimmung. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide aus königlichem Haus stammten und im Verlauf ihres Schicksals zu Göttinnen wurden. In den Geschichten der Frauen treten markante Eigenschaften auf, die in jeder Religion wiederzufinden sind – das Erscheinen einer Gottheit im Traum, um eine Botschaft zu übermitteln.

Die Geschichte von Andromeda

Andromeda war die Tochter des Cepheus und der Cassiopeja. Die Schönheit der Cassiopeja war berühmt und machte sie stolz. Daher begann sie den folgenschweren Fehler, sich schöner als die Nereiden zu nennen. Erzürnt über diesen Frevel klagten sie Poseidon ihr Leid. Der zornige Gott des Meeres überschwemmte daraufhin das Heimatland Andromedas – Äthiopien – und schickte ein furchtbares Seeungeheuer. Einem Orakel erschien die Botschaft beziehungsweise der Traum, dass das Land erst befreit werden kann, wenn Andromeda geopfert wird. Sie wurde dabei mit rückwärts gebogenen Armen an einen Felsen gefesselt und wartete auf ihr Ende. Perseus sah die Jungfrau in ihrer misslichen Lage und rang den Eltern die Hand der Tochter im Gegenzug für ihr Leben ab. Nachdem die Eltern einwilligten, zog Perseus die Flügelschuhe des Merkur an und zeigte dem tosenden Ungeheuer den abgeschlagenen Schädel der Medusa. Da ihr Blick alles in Stein verwandelt, besiegte Perseus das Seeungeheuer und rettete Andromeda. Wie versprochen erhielt er ihre Hand zur Belohnung. Andromeda gebar ihrem Gemahl eine große Anzahl an Nachkommen. Die Götter versetzten Cepheus, Perseus, Andromeda und Cassiopeja nach ihrem Tod unter die Sterne.

Die Geschichte von Ariadne

Ariadne war den Sagen zufolge die Tochter des kretischen Königs Minos und seiner Frau Pasiphae. Um den unehelichen Sohn Pasiphaes im Zaum zu halten, der ein Minotaurus war, bauten Architekten ein Labyrinth um ihn gefangen zu halten. Den Sagen zufolge unterwarf König Minos Athen, nachdem sein Sohn dort den Tod fand. Um Sühne für diesen Tod zu erhalten, verlangte er, dass alle neun Jahre sieben Jungfrauen dem Minotaurus geopfert werden müssten. Beim dritten Mal dieses Rituals schleuste sich der griechische Königssohn Theseus unter die Jungfrauen, um dem abscheulichen Tribut ein für alle Mal Einhalt zu gebieten. Ariadne verliebte sich auf den ersten Blick in den Königssohn und erklärte sich gegen ihr Eheversprechen bereit, ihm zu helfen. Mit Hilfe ihres geweihten Schwertes und ihres Bindfadens tötete Theseus den Minotaurus und entkam dem verwirrenden Labyrinth. Während der Flucht nach Athen ließ Theseus Ariadne allerdings alleine auf der Insel Naxos zurück. Wie auch in anderen Religionen und Geschichten erschien Theseus im Traum ein Gott. Der Gott Dionysos sprach zu ihm und erklärte, dass er Ariadne als Frau für sich selbst haben wolle. Schlafend am Strand fand sie Dionysos und nahm sie zur Frau. Ihr Hochzeitsgeschenk von Hephaistos – ein Kranz – wurde als Nördliche Krone in den Himmel versetzt. Nach ihrem Tod befreite Dionysos sie aus dem Hades und brachte sie mit sich in den Olymp. Ariadne galt auf Kreta, Naxos, Delos und Zypern als die Fruchtbarkeitsgöttin.

Beide Sagengestalten werden in Kunst und Musik bis heute verehrt. Neben zahlreichen Malereien aus unterschiedlichen Epochen wurden auch Opern über ihre Schicksale verfasst. Zudem sind beide heute fester Bestandteil des Sternenhimmels – Andromeda zusammen mit ihren Eltern und Geliebten und Ariadnes Krone wurde ebenfalls zum Sternbild erhoben.

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