Die Hypnose verstehen lernen

Der Begriff „Hypnose“ geht in der griechischen Mythologie auf Hypnos, dem Gott des Schlafes zurück. Die Hypnose bezeichnet jedoch keine Schlafphase, sondern vielmehr einen Zustand zwischen dem Schlaf- und Wachbewusstsein, welches teilweise mit einer veränderten Zeitwahrnehmung verbunden ist. Es handelt sich um eine hypnotische Trance, bei der der Betroffene gelöst, angstfrei und entspannt ist. Neben einer veränderten Selbstwahrnehmung mit mehr Kreativität und Phantasie verfügt die betroffene Person außerdem über ein verbessertes Vorstellungsvermögen. In einer Rückführung entstehen so neben den Bildern der Vergangenheit auch Wunschbilder, Ideen und Gedanken, die den Behandelnden zu diesem Zeitpunkt stark beschäftigen.

Den Trancezustand im Alltag erleben

Der Mensch nimmt im normalen Bewusstseinszustand verschiedene Reize aus der Umwelt gleichzeitig wahr, während die Hypnose auf eine ganz bestimmte Wahrnehmung oder Vorstellung ausgerichtet ist. Von außen einwirkende Reize werden kaum wahrgenommen, wodurch die restliche Umwelt ausgeblendet wird. Im Alltag erlebt jeder Mensch den Trancezustand, ohne ihn bewusst zu realisieren – zum Beispiel beim morgendlichen Erwachen, einem Zustand zwischen Wachbewusstsein und Schlaf. Bei der konzentrierten Arbeit oder auch beim Lesen werden außerdem äußerliche Reize kaum wahrgenommen und die Umwelt wird ausgeblendet.

Die Hypnose als tiefer Traum

Zahlreiche Menschen verstehen die Hypnose immer noch als eine tiefere Form des Traums. Der Mensch verarbeitet in seiner Tiefschlafphase erlebte Ereignisse und Erfahrungen, indem das Unterbewusstsein diese in aneinandergereihte Bildreihen vor dem menschlichen Auge ablaufen lässt. In der Hypnose wird der Behandelnde in den Trancezustand und damit in einen tieferen Traumzustand versetzt, der es ihm erlaubt, tief in sein Unterbewusstsein einzutauchen. Während im Traum vor dem menschlichen Auge durch die Verarbeitung der erlebten Ereignisse aneinandergereihte Bilder ablaufen, wird auch bei der Hypnose der Betroffene in sein verschlüsseltes Unterbewusstsein geschickt, bei dem ihm Personen, Symbole und Gegenstände bildhaft begegnen.

Hypnose historisch betrachtet

Die Hypnose blickt auf eine fast 4000 Jahre alte Geschichte zurück. In den frühesten Kulturen wurde die Trance bereits als fester Bestandteil in Heilritualen anerkannt. Die Hypnose – das heißt die gezielte Veränderung des Bewusstseins in den Trance-Zustand – wurde sowohl seit Jahrtausenden in Meditationstechniken und Yoga praktiziert als auch bei den legendären Ninja-Kriegern in Japan.

Die ersten schriftlichen Überlieferungen stammen aus dem alten Ägypten. Durch den römischen Arzt Glen wurde im 2. Jahrhundert nach Christi der Trance-Zustandes wissenschaftlich untersucht. Durch die Arbeit des Wiener Arztes Franz Anton Messner wurden im 17. Jahrhundert die wissenschaftlichen Theorien der Hypnose weitergeführt. Messner bezeichnete diese Form der Bewusstseinsveränderung als „magnetisches Heilen“ oder auch als „tierischer Animalismus“. Bevor James Braid 1843 dem Trancezustand den offiziellen Begriff „Hypnose“ zuschrieb, war die Hypnosetechnik als „Mesmerismus“ bekannt. Bis zur Einführung des Lachgases im Bereich der Anästhesie im 19. Jahrhundert galt die Hypnose als einzige mögliche Methode zur Schmerzbetäubung in der Medizin. Bis 1900 war die Hypnose außerdem die einzige Methode der Psychotherapie, ehe einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts – Sigmund Freud – die Psychoanalyse begründete.

Die Zielsetzung ist vielseitig

Die körperliche und psychische Zielsetzung bei der Hypnose sind vielseitig. Ein professioneller Hypnotiseur schafft es, dass der Patient sein Idealgewicht erreicht oder mit dem Rauchen aufhört. Auf psychischer Ebene können das Selbstbewusstsein gestärkt, Selbstheilungskräfte aktiviert und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden. Zahlreiche Menschen nehmen die Hypnose vor schwierigen Prüfungen in Anspruch, um die Lernfähigkeit zu optimieren und den Stress innerlich besser bewältigen zu können. Die Hypnose zielt somit darauf ab, negative Verhaltensweisen der Person durch positive zu ersetzen oder ein alternatives Verhalten zu finden, das aktiviert werden soll. Jeder Mensch verfügt über Fähigkeiten und bisher nicht ausgeschöpfte Ressourcen, mit denen er sein Leben frei nach seinen Interessen gestalten kann. Blockierende Handlungen und Denkweisen, die den Verlauf stören würden, werden durch die Aktivierung dieser Ressourcen beseitigt.

Frei von Zigaretten sein

Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine Herausforderung an der langjährige Raucher oftmals scheitern. Der Betroffene fühlt sich unkonzentriert, leer und kann sich körperlich nicht mehr entspannen. Nur wenige schaffen es ein paar Monate ohne Nikotin zu leben, greifen aber oft anstatt der Zigarette zum Essen. Die damit verbundene Gewichtszunahme ist dann der Hauptgrund für einen Rückfall. Um mit dem Rauchen langfristig aufzuhören, ist starker Wille ein Muss. Mit Hilfe der Hypnose sollen die alten Verhaltensmuster und Einstellungen, die tief im Unterbewusstsein verwurzelt sind, verändert werden. Dank eine professionelle Behandlung kann man mit dem Rauchen aufhören, ohne an Gewicht zuzulegen oder eine innere Leere zu verspüren. Der langfristige Erfolg wird letztendlich dem starken Willen des Behandelnden nach einem suchtfreien Leben zugeschrieben.

Endlich frei vom Übergewicht

Hinter falschen und ungesunden Essgewohnheiten stecken meist tiefere Probleme des Menschen. Betroffene wollen ihre seelischen Konflikte, ihren Frust, ihre Einsamkeitsgefühle oder auch ihre Langeweile durch Essen kompensieren. Zahlreiche Übergewichtige scheitern an Diäten, die meist zu hochgesteckte Ziele beinhalten und daher in Kombination mit mangelnder Disziplin nicht erreicht werden können. Mit Hilfe der Hypnose wird im Unterbewusstsein des Betroffenen das Samenkorn für das falsche Essverhalten und Übergewicht gesät, um eine dauerhaft erfolgreiche Gewichtsabnahme zu gewährleisten.

Zu mehr Selbstbewusstsein gelangen

Ein mangelndes Selbstbewusstsein ist auf eine falsche Selbstwahrnehmung und der daraus resultierenden Unsicherheit des Menschen zurückzuführen. Dahinter verbirgt sich meist Ablehnung der eigenen Person gegenüber, da man sich an falschen und zu hoch gegriffenen Vorbildern in der Gesellschaft orientiert. Durch die Hypnose werden die negativen Verhaltensweisen im Unterbewusstsein verändert und durch eine gesunde Selbstwahrnehmung ersetzt. Der Mensch lernt, die eigene Persönlichkeit zu akzeptieren und durch ein gestärktes Selbstbewusstsein zu einer ausbalancierten und gesunden Selbstsicherheit zu kommen.

Die Rückführung in ein früheres Leben

Die Rückführung in ein früheres Leben geht auf den menschlichen Glauben an die Reinkarnation zurück. Demnach soll beim Tod eines Menschen die Seele die körperliche Hülle verlassen und anschließend in einem neugeborenen Körper Platz finden. Anhänger der Methode sind davon überzeugt, dass im Unterbewusstsein noch Erinnerungen an dieses alte Leben vorhanden sind. Neben der Astrologie ist die Rückführung eine der effizientesten Techniken, um dem Bewusstsein diese verlorengegangenen Erinnerungen zugänglich zu machen. Dabei kann der Behandelte durch die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein herausfinden, wer er einst war, in welchem Land er lebte, wie sein Leben gestaltet war oder aber ob er besondere Begabungen hatte.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Die Rückführung in die Vergangenheit ist die wirkungsvollste Methode, um ungelöste seelische Konflikte, die sich im Bewusstsein selbst nicht zeigen, durch die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein aufzudecken und zu beseitigen. Die Ursachen für innerliche Probleme können sowohl in der vorgeburtlichen Phase, in der Kindheit oder in Zuständen von Narkose und Schock als auch in einem früheren Leben liegen.

Seelische Konflikte entstehen bereits im Mutterleib

Der Fötus bekommt im Mutterleib die Gedanken, Gespräche und Gefühle der Mutter mit. Nimmt man an, dass es sich um eine ungewollte Schwangerschaft handelt und die Mutter eine starke Abneigung gegen das ungeborene Kind entwickelt, kann es vorkommen, dass sich das Kind im späteren Leben von allen Menschen abgelehnt fühlt. Mit Hilfe der Hypnose können Betroffene in das Unterbewusstseins eintauchen und diese inneren Konflikte aufspüren.

Die spirituelle Rückführung – das Karma

Dem Gesetz von Ursache und Wirkung zufolge sind wir Menschen Selbstverursacher unseres Schicksals. Der Mensch trägt die alleinige Verantwortung für das, was in seinem Leben geschieht. Diese Vorstellung wird als Karma bezeichnet, welches aus der altindischen Sprache Sanskrit kommt und übersetzt Tat, Handlung und Wirkung bedeutet. Das Karma wird als Konsequenz der geistigen und physischen Handlungen des Menschen verstanden, wovon das Schicksal im Wiederverkörperungsprozess abhängt.

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