Die Träume die Gesundheit beeinflussen

Das Träumen kann sich sowohl positiv als auch negativ auf unseren Körper, Geist und somit Gesundheit auswirken. Nach Meinungen von Schlafforschern benötigt das eigene Gehirn die nächtliche Ruhephase, um zu lernen und den Alltag in seinen Ereignissen zu verarbeiten. Die Verarbeitung der Träume schafft neue Assoziationen, Ideen und aktiviert die Kreativität des Menschen. Es werden nicht nur aktuelle Ereignisse im Schlaf verarbeitet, sondern auch bereits vergangene Erlebnisse aufgegriffen. Diese Wiederholung hilft einerseits zu selektieren, Unwichtiges und Unangenehmes zu vergessen. Andererseits kann man sich dadurch Lernstoffe besser einprägen. 

Ohne den Schlaf und damit Träumen wäre das eigene Gehirn und Unterbewusstsein an Informationen überladen. Der Mensch würde innerlich in ein Chaos an Erinnerungen und Erfahrungen verfallen, die er nicht bewältigen könnte. Er wäre im harmlosesten Fall gestresst, unkonzentriert sowie durcheinander und könnte die normalsten Aufgaben im Alltagsleben nicht selbständig bewältigen.

Wenn jemand tagsüber gestresst von der Arbeit oder Schule ist und abends nicht abschalten kann, läuft nach Meinungen von Schlafforschern Gefahr, langfristig immer wieder schlecht zu träumen. Bis in den Schlaf hinein wird man von Alltagsproblemen verfolgt, die sich unterschiedlich auf den körperlichen und psychischen Zustand der Person auswirken und äußern können. 

Die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sind insbesondere auf die Albträume zurückzuführen. Laut Schlafforscher litten rund 50 % aller Menschen bereits an einem Albtraum. Während die Einen ihre negativen Ereignisse des Tages verarbeiten, indem sie diese sich in ihren Träumen wiederholen, träumen die anderen von Zombies, Naturkatastrophen und Sterbesituation.

Die Ursachen von Albträumen sind vielseitig

Die Ursache für den nächtlichen Horrortrip können beängstigende Erlebnisse in der Vergangenheit sein, wie der Tod eines geliebten Menschen. Auch Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung haben Albträume. Angstträume können außerdem durch Medikamente, beispielsweise gegen Bluthochdruck oder Parkinson ausgelöst werden. Sind die eigenen Kinder betroffen, helfen in der Regel ein langfristiger Fernsehverzicht und ein geregeltes Schlafprogramm ohne Action bereits.

Der gesundheitliche Schaden von Albträumen und Schlafstörung

Der Einfluss von einigen Albträumen macht sich bereits auf die Gesundheit bemerkbar. Aus Furcht möchte man abends nicht mehr schlafen gehen und zögert den Punkt der Tiefschlafphase hinaus. Das Resultat ist ein mehrmaliges Hochschrecken in der Nacht, wodurch die Schlafphase unterbrochen wird und sich der Körper nicht optimal erholen kann. Die Erlebnisse des gestrigen Tages, der Stress und sonstigen Erfahrungen können nicht optimal verarbeitet werden. Dadurch fühlt man sich den Tag über nicht ausgelastet, erschöpft, gereizt und wird schnell aggressiv. Während man einen Schlafmangel durch eine einzige Nacht nachholen kann, kann ein häufiger vorkommender Schlafmangel zu ernsthaften Problemen für die Gesundheit führen.

Nächtliche Panikattacken oder auch „Pavor nocturnus“ genannt

Neben den Albträumen, die eine Schlafstörung verursachen, kann ebenfalls der „Pavor nocturnus“, auch Nachtangst genannt, Sorgen bereiten. Insbesondere Kleinkinder und Jugendliche bis 15 Jahre schrecken bei dieser Art der Schlafstörung nachts laut schreiend aus dem Schlaf auf. Anders als mit den Albträumen hat diese Nachtangst nichts mit schlechten Träumen zu tun. Das Herz beginnt in der Tiefschlafphase schneller zu schlagen, der Puls wird höher und der Schlafende wird unruhig. Es geht soweit, dass der Betroffene an Erstickungsgefühlen leidet, ohne wirkliche körperliche Atmungsprobleme zu haben. Dieser Prozess ist und bleibt für Schlafforscher ein Phänomen, woran in Zukunft weiter geforscht wird. Es wird spekuliert, dass der Reifeprozess des Kindes eine entscheidende Rolle spielt. Dafür spricht die Tatsache, dass mehr Kinder oder Jugendliche an Pavor nocturnus leiden und weniger Erwachsene. Sollten Erwachsene davon betroffen sein, stecke möglicherweise eine Krankheit oder unzureichend verarbeiteter Stress dahinter. In solch ungelösten Fällen helfen insbesondere Schlaflabore dabei, die wahren Ursachen dahinter herauszufinden.

Professionelle Hilfe suchen

Um im Falle von schwerwiegenden Albträumen ohne Furcht wieder den Schlaf in der Nacht zu finden, bedürfen diese der Abhilfe durch einen professionellen Psychiater. Im Normalfall kann man sich jedoch durch simple Vorsatzbildung helfen. Man träumt beispielsweise davon, von einem Mörder mit einem Messer verfolgt zu werden. Tagsüber, wenn eine normale Gehirnaktivität vorliegt, sollte man sich vorstellen, wie man in solchen Horrorsituationen reagieren würde. Es könnte ein Team von bewaffneten Polizisten auftauchen, die einen in Schutz nehmen, oder man erlernt im Traum die Fähigkeit der Selbstverteidigung. Sind die eigenen Schutzmaßnahmen auch noch so skurril, der Fokus liegt darin, dass sie helfen, sich aus dem Albtraum zu befreien. Bei den weitverbreiteten Fallträumen kann man die tägliche Vorsatzbildung ebenfalls anwenden. Man kann sich vorstellen, über eine blühende Blumenlandschaft im Frühling zu fliegen. Das Hauptaugenmerk sollte man auf die Farben, Bewegungen, den wehenden Wind, die Vögel, Wolken, Berge und weitere Bildaspekte haben, um sich diese Szene so lebendig, wie nur möglich vorstellen zu können. Spielt man solche Szenen tagsüber mehrmals durch, kann man sich während des Traumes unterbewusst daran erinnern. Dadurch können aus beginnenden Albträumen, schöne Träume werden. Schlafforscher raten darüber hinaus, diese Maßnahmen in Träumen direkt als Kreativitätsmethode zu nutzen, wodurch das Lernen gezielt gefördert werden kann. In der Regel kann man durch Dinge, über die man kurz vor dem Schlafengehen nachdenkt, stark den Verlauf und Inhalt der Träume beeinflussen.

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