Feng Shui-Grundlagen und Auswirkung auf Träume

Neben den äußeren klimatischen Einflüssen haben die Beschaffenheit und die Gestaltung der Wohn- und Arbeitsräume einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und den Schlaf des Menschen. Durch diese Erkenntnis entwickelten zahlreiche Kulturen eigene Formen der Wohnkunst, bei der die Harmonie des Umfeldes im Fokus stand.

Vor rund 2500 Jahren wurde das Feng Shui in China entwickelt, welches bis in den Westen an großer Bekanntheit und Beliebtheit gewann. Diese chinesische Wissenschaft beschäftigt sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen der Umwelt und dem Menschen und bietet Ansätze, wie sich Räume, Wohnungen, Häuser und Gärten einrichten lassen, sodass positive Energien auf das menschliche Wohlbefinden wirken. Die Begriffe „Feng“ und „Shui“ stammen aus dem Chinesischen und bedeuten übersetzt „Wind“ und „Wasser“. Trotz chinesischen Ursprungs sind die Prinzipien, nach denen Feng Shui funktioniert, nicht an die dortige Kultur gebunden. Sie lassen sich vielmehr entsprechend der Gegebenheiten des europäischen Kulturkreises einwandfrei anwenden.

Je nach individuellen Bedürfnissen einer Person, werden die unterschiedlichsten Methoden angewandt, mit deren Hilfe sich herausfinden lässt, welche Farben, Formen und Materialien an den richtigen Stellen im Wohnbereich platziert werden müssen, um den Fluss der Lebensenergie Qi anzuregen.

Das Qi, die Lebensenergie des Menschen

Das Qi kommt aus dem Chinesischen und ist ein zentraler Begriff aus dem Daoismus. Der Daoismus, auch unter Taoismus bekannt, ist eine chinesische Philosophie und Weltanschauung und wird als Chinas eigene und authentische Religion betrachtet. Seine historischen Ursprünge liegen im 4. Jahrhundert v. Chr. und er ist neben dem Konfuzianismus und Buddhismus einer der drei Lehren, durch die China maßgeblich geprägt wurde. Der Daoismus beeinflusste die chinesische Kultur in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Literatur, Kunst sowie Musik und Medizin. Der daoistische Begriff „Qi“, auch „Chi“ oder „Prana“ genannt, bedeutet Lebensenergie, Atem und Kraft und ist bereits seit 7000 Jahren bekannt. Außerdem bezeichnet das Qi die Emotionen des Menschen und steht nach moderner Auffassung des Daoismus auch für die Tätigkeit des neurohormonalen Systems. Das Qi strömt durch das gesamte Universum. Es ist in seiner energetischen Form die Gestaltkraft der Natur und die Information des Seins. Die Lebensenergie verläuft in einem Kreislauf, die sanft und harmonisch im menschlichen Körper, in der Umwelt und im Universum zirkulieren soll. Eine gravierende Störung bei diesem Kreislauf schwächt die Vitalkraft und führt zu Krankheit und Unwohlsein. Fließt das Qi zu langsam oder zu schnell im menschlichen Körper, besitzen einzelne Organe zu viel oder zu wenig Lebensenergie. Dies könnte ebenfalls der Beginn einer psychischen oder physischen Krankheit sein. Diese Blockaden zu lösen, ist das Ziel der energetischen Heilung.

Die Bedeutung für die Gesundheit

Ruhiger, intensiver und tiefer schlafen und träumen

Als Einrichtungsstil geht es beim Feng Shui darum, das Qi ungehindert durch die Wohnräume strömen zu lassen. Räume, bei denen das Qi gefördert wird, steigern das persönliche Wohlbefinden, es werden eine positive Atmosphäre sowie ein Gefühl von Schutz, Geborgenheit und Stärke ausgestrahlt.

Das Ziel des Feng Shui ist es, Aspekte wie Sicherheit, Gesundheit und Regeneration sowie die Unterstützung der persönlichen Entwicklungsrichtung zu fördern. Durch das in Schwung Geraten der unsichtbaren Lebensenergie Qi wird dies möglich. Es hat einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen. Gleichsam lindert es den Stress, fördert es die Harmonie im eigenen Wohnbereich und kann bei der Ausrichtung im Schlafzimmer zu ruhigeren und tieferen Schlaf mit intensiveren Träumen führen. Aus diesem Grund wird das Feng Shui insbesondere bei langfristigen und chronischen Schlafstörungen empfohlen, um den Menschen wieder ins Gleichgewicht zu führen. Im Allgemeinen befindet sich die Basis für Gesundheit und Disharmonie im Wechselspiel unterschiedlicher innerer und äußerer Faktoren. Neben dem persönlichen Lebensstil, Emotionen und konstitutioneller Veranlagung, ist die Umgebung des Menschen einer der bedeutendsten Faktoren, die über das individuelle Wohlbefinden entscheiden. Aus diesem Grund wird das Feng Shui in der chinesischen Medizin als ein fester Bestandteil gesehen. Neben der inneren Harmonisierung – beispielsweise durch Ernährung und tiefenmassierende Übungen – ist die richtige Gestaltung der Wohnumgebung ein wichtiger Faktor bei der optimalen Pflege des Gesundheitszustandes. Nicht nur bei Schlafstörungen liefert das Feng Shui hilfreiche Impulse, sondern auch bei Unruhe, mangelnder Struktur, Organisation und bei Umbruchphasen sowie Neuorientierungen im Leben. Eine harmonische Ausrichtung des persönlichen Wohnbereiches an die individuellen Bedürfnisse des Menschen, wirkt sich außerdem positiv auf die Vitalität und auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aus. Die jeweilige Person zeugt von intensiverer Kreativität und Ideen und verfügen über eine höhere Konzentrationsfähigkeit.

Ein harmonisches Schlafzimmer zum Träumen

Mit Hilfe der harmonischen Ausrichtung nach Feng Shui wird die ideale Basis im Schlafzimmer für intensive, ruhige und tiefe Schlafphasen und Träume geschaffen. Gleichzeitig kann besser vom stressigen Berufsalltag Abstand genommen, Stress abgebaut und eine gesunde Balance gefunden werden. Im Feng Shui gilt das Schlafzimmer als das Zentrum des Wohnbereiches, da der Mensch hier rund ein Drittel der Lebenszeit verbringt. Somit schafft die harmonische Ausrichtung des Schlafzimmers durch bestimmte Farben, Möbel und Dekorationen eine ausgeglichene Atmosphäre.

Die Farben

Der Bereich Psychologie setzt bereits in seinen Therapien auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Farbvielfalt. Farben haben einen starken Einfluss auf das menschliche Befinden und müssen im Wohnbereich daher mit Achtung ausgewählt werden. Bei der Einrichtung sollte der Fokus insbesondere auf sanfte Töne gelegt werden. Leichte, nicht zu helle Grüntöne sprechen den sogenannten Parasympathikus an, der für die Entspannung des Menschen zuständig ist. Die romantischen Farben Pink und Rosa fördern, ebenso wie Rosenquarze, die Beziehungsfähigkeit. Ein intensiveres Rot im Schlafzimmer steht für Leidenschaft, aber auch für Aggressionen, wodurch in seiner Intensivität nur dosiert oder in einer anderen Tönung eingesetzt werden sollte. Sowohl Aubergine als auch Bordeaux sind gute Alternativen, die zudem Bodenständigkeit symbolisieren.

Die Farben Violett und Magenta sind mit Vorsicht zu genießen. Durch die Assoziation mit Religion und Spiritualität sind diese Farben, ebenso wie religiöse Gegenstände, nicht für das Schlafzimmer geeignet. Im Schlafbereich soll der Mensch zur Ruhe kommen und nicht zu tiefgründigen, religiösen Gesprächen angeregt werden.

Das Bett

Im intimsten Ort des Wohnbereiches, dem Bett, regeneriert sich der Mensch, ist schutzlos und braucht daher ein besonderes Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Komfort. Nach den Lehren des Feng Shui sollte man deshalb keine schweren Gegenstände über das Kopfende hängen, denn das Gefühl, es könne etwas jederzeit herunterfallen, belastet das Wohlbefinden des Menschen und gleichzeitig seinen Schlaf. Das Bett sollte in einer geschützten Ecke des Raumes mit Sicht auf die Tür und Fenster platziert werden. Bereits die Wahl des Bettenmodells ist von entscheidender Bedeutung. Es sollte sowohl am Kopf- und Fußende erhöht sein als auch im Material aus Holz bestehen. Aufgrund der klaren Neutralität des Holzes leitet es, im Gegensatz zu Metall, keine elektrische Strahlungen. Im Allgemeinen muss bei der harmonischen Einrichtung des Wohnbereiches auf Elektrogeräte im Schlafzimmer verzichtet werden.

Um neben der Aktivität des Schlafens auch den Lebensbereich Beziehung mit seinem Lebenspartner zu aktivieren, sollten Sie auf die Farben Rosa oder Rot sowie auf sinnliche Bettenbezüge aus Seide setzen. Ein von beiden Seiten zugängliches Bett und zwei gleiche Nachttische und Lampen fördern darüber hinaus die Ausgeglichenheit in der Beziehung sowie die Erfüllung des Partnerwunsches. Das Schlafzimmer dient als stressfreier Rückzugsort, bei dem der Mensch den Alltag in ruhigen und intensiven Träumen verarbeitet und Ruhe findet. Aus diesem Grund sollten Kinderfotos vermieden werden. Stattdessen sollten Bilder von einem selbst oder in Form eines Paarmotivs einen Platz an der Wand finden.

Die große Wirkung von Bildern

Das morgendliche und abendliche Betrachten der Bilder im eigenen Schlafzimmer hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen. Sie dürfen deshalb keine beunruhigenden Motive beinhalten. Um die Einrichtung ideal aufeinander abzustimmen, sollten ähnliche Farben, Materialien und Möbel verwendet werden. Besonders massive und schwere Holzmöbel strahlen beispielsweise eine hohe Solidarität aus. Die Materialoberflächen, sollten so gestaltet sein, dass man sie gerne berührt. Verzichten Sie daher auf raue Oberflächen und Glas. Außerdem sollten Sie Vorhänge anstatt Rollläden verwenden, da sie leichter und weicher fallen und somit eine ruhigere Atmosphäre im Raum garantieren. Beachtet man bereits diese Kleinigkeiten, kann das Qi frei durch die Wohnbereiche fließen und sich positiv auf das menschliche Wohlbefinden, auf die Gesundheit und insbesondere auf den Schlaf auswirken.

Die Auswirkungen des Qi in der heutigen Zeit

Die Vorstellung des einflussreichen Qi prägt bis heute das Weltverständnis vieler Menschen in Asien und gewinnt zunehmend auch im Westen für verschiedene Religionen und in Bezug auf die Einrichtung der eigenen Lebensbereiche an großer Bedeutung. In adaptierter Form findet das Konzept um die Lebensenergie Qi seit dem 19. Jahrhundert Anwendung in der westlichen Wohnwelt und wird darüber hinaus insbesondere in der Einrichtung von Arbeitsräumen und Büros verwendet, um ein harmonisches und ausgeglichenes Arbeitsumfeld zu schaffen.

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