Traumdeutung: Hund

So viele Hunderassen es gibt, so viele Eigenschaften und Merkmale werden den Hunden und ihren Besitzern nachgesagt. Für die Traumdeutung ist es daher nicht unerheblich, welche Rasse im Traum erschien, ob es beispielsweise ein flinker Jagdhund oder ein anschmiegsames Schoßhündchen war. Daneben lassen sich aufgrund der Häufigkeit zwei Motive als bezeichnend für den Hundetraum benennen: 

Zum einen äußern sich darin soziale Aspekte, die Fragen nach der Sexualität, der Bindungs- und Liebesfähigkeit des Träumenden aufwerfen. Zum anderen können sich im Hundetraum Probleme aus dem beruflichen Alltag des Träumenden andeuten. Geschäftsbeziehungen, die Umsetzung eigener Ideen und Modelle, das Verhalten gegenüber dem Arbeitgeber oder unter Kollegen werden dann ins Bewusstsein gehoben. 

Verbindendes Element ist die Frage: Wie verhalte ich mich anderen gegenüber? Neige ich beispielsweise zu überzogen aggressiven Willensäußerungen? Lebe ich meine sexuellen Wünsche und Neigungen zu exzessiv aus? Oder erweise ich mich gerade im Gegenteil als zu unterwürfig, als zu loyal? Bin ich – überspitzt gesagt – Rudelführer oder unterworfenes Mitglied, Imperator oder Freund? Und wie verhält es sich um meine geistigen Beziehungen zu anderen Menschen?

Der Hund im Traum: Ein Beispiel

Kai erwacht von einem lauten Bellen. Er will das Licht anschalten, aber die Lampe ist kaputt. Plötzlich nimmt er einen beißenden Geruch wahr. Er ahnt, dass es brennt, kann sich aber nicht bewegen. Dann spürt er an seiner Hand eine feuchte Schnauze, ein großer Hund, vor dem er sich fürchtet, versucht ihn aus dem Bett zu ziehen. Gleich darauf sieht er sich eine lange Treppe hinuntereilen. An der Haustür angelangt, reißt er diese mit einem Ruck auf. Draußen ist es taghell. Kaum ist Kai gerettet, bemerkt er, dass er den Hund im Haus, das jetzt in Flammen aufgeht, zurückgelassen hat.

Das Tier in mir – Freund oder Feind?

Wer Hunde beobachtet, erkennt an ihrer Haltung, ihren Regungen, ihrem Blick, was in ihnen vorgeht. Ein Hund kann der beste Freund sein oder aber eine Gefahr. Als Traumsymbol steht er in enger Verbindung zu unseren Instinkten, die allerdings nicht auf das Leibliche begrenzt sind. 

In Kais Traum fällt auf, dass er den Hund selbst so wenig sieht, wie die Gefahr, vor der ihn dessen Bellen warnt. Kai ahnt, dass es irgendwo brennt, kann aber nichts sehen. Dass ihn ein Geruch auf die Gefahr aufmerksam macht, deutet auf einen erotischen/sexuellen Hintergrund seines Traumes. Statt das darin verborgene Problem anzugehen, verharrt er. 

Doch der Hund warnt ihn nicht nur, er rettet ihn auch, holt ihn aus der Passivität. Schließlich bemerkt Kai: Es gab keinen Grund, sich vor dem Hund zu fürchten, im Gegenteil. Ganz deutlich tritt hier hervor: Anstatt sich davor zu fürchten, seine Instinkte und Bedürfnisse wahrzunehmen, anstatt eine Gefahr in ihnen zu sehen, muss Kai lernen, sie zu achten und anzunehmen wie einen Freund. Erst dann können sie ihn auch in brenzligen Situationen leiten.

Der Hund als Symbol des Unbewussten: spirituelle und leibliche Welten vereinen

Denn der Hund ist nicht nur Ausdruck unserer körperlichen Wünsche, unseres Verhaltens im Umgang mit anderen Menschen, der Hund ist auch ein spiritueller Führer. Als Höllenhund bewacht er den Hades und damit die Grenze zwischen Leben und Tod. Als japanischer Inugami verfügt er über magische Kräfte, als Argos ist er der Einzige, der seinen Herrn nach langen Jahren der Abwesenheit erkennt. 

Unsere Instinkte und das Spirituelle begegnen einander im Unbewussten; wo der Mensch sich aufgrund seines Intellekts als getrennt erlebt, weist das Tier auf die Verbindung zwischen allem. Haben Sie also vor Kurzem von einem Hund geträumt, ist es vermutlich an der Zeit, sich mit den leiblichen und den geistigen Aspekten Ihrer Beziehungen zu anderen Menschen zu befassen. Dabei geht es um Liebe ebenso wie um Freundschaft, um Sexualität ebenso wie um das Verhältnis zu Kollegen, Geschäftsfreunden oder zum Arbeitgeber. 

Lieben Sie und werden Sie in dem Maße geliebt, wie Sie es sich wünschen? Sind Sie mit Ihren ureigensten Wünschen und Neigungen befreundet oder fürchten Sie bestimmten Wesensmerkmalen Ausdruck zu verleihen? Wie treten Sie nach außen hin auf und wie nehmen andere Sie wahr?

Um zu Ihrer individuellen Traumdeutung zu gelangen, können Sie mit den folgenden Fragen beginnen:

  • Welche Hunderasse oder Art sah ich im Traum? Welche Eigenschaften drücken sich darin aus?
  • Was war das emotionale Thema des Traumes? Gefahr, Liebe, Unterwürfigkeit, Aggression?
  • Wie habe ich im Traum auf den Hund reagiert? War mein Verhalten von Sympathie oder von Ablehnung geprägt?

Häufig träumen Menschen auch von Hunden, denen sie im Leben tatsächlich einmal begegnet sind. Das kann das frühere Haustier sein oder der Nachbarshund, eine Zufallsbegegnung oder der Bürohund. Beziehen Sie in Ihre Deutung dann die besonderen Umstände mit ein. Erinnert Sie der Hund an eine freundliche Kindheit, in der Sie sich beschützt gefühlt haben, oder an ein besonders schmerzhaftes Ereignis? Je mehr Umstände Sie erinnern, desto exakter können Sie Ihren Hundetraum deuten.

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