Tarot – Ursprung und Bedeutung

Tarot ist in erster Linie ein Kartenspiel. Es ist allerdings ein ganz besonderes Kartenspiel, das zur Vorhersage bzw. Deutung der Vergangenheit, Gegenwart sowie Zukunft dient. Der Ursprung dieser Karten ist bis heute nicht ganz geklärt. Vermutlich entstanden die ersten Karten zwischen 1424 und 1425 in Europa. Einigen Quellen zufolge waren die italienischen Städte Bologna, Ferrara und Mailand richtige Tarot-Zentren. Wer allerdings der Schöpfer dieses Kartenspiels war, ist bis heute ungeklärt. Jedoch scheint es einige Vorgänger schon viel früher gegeben zu haben. Einigen Annahmen zufolge gehen manche Spuren eines Tarot-Vorgängers sogar bis in das Alte Ägypten zurück. Dies ist allerdings nicht belegt. Allerdings weiß man heute, dass Tarot zwischen dem 15. Und 17. Jahrhundert in Europa äußerst verbreitet war und in Frankreich angeblich sogar beliebter war als Schach. Seit seiner Renaissance im 18. Jahrhundert wurde Tarot dann überwiegend als esoterisches Instrument zur Wahrsagekunst verwendet.

Außerdem muss man erwähnen, dass es nicht nur ein Tarot-Kartendeck gibt. Die drei bekanntesten und einflussreichsten Decks sind das Marseille-, das Rider-Waite- und das Crowley-Tarot. Diese Kartendecks haben alle die gleiche Anzahl an Karten, jedoch andere Bezeichnungen. Das älteste dieser drei Decks ist das französische Marseille-Tarot, das aus dem Jahr 1760 stammt. Diese Karten sind lediglich in den Farben blau, rot, gelb und grün koloriert, die die vier Elemente, die im Tarot von großer Bedeutung sind, symbolisieren. Das Rider-Waite-Tarot wurde 1910 veröffentlicht und zeichnet sich durch sein zu der Zeit besonders modernes Design aus. Letztes der drei Decks, das Crowley-Tarot, oder auch Thoth-Tarot, wurde in den 1940-er Jahren erstellt. Besonders bei diesem Deck ist, dass die Karten teilweise an Bilder aus dem Alten Ägypten erinnern. Dies könnte ein Hinweis auf den vermeintlichen ägyptischen Vorreiter des Tarots sein.

Die Karten des Tarot

Das Kartendeck des Tarot beinhaltet insgesamt 78 Karten. Diese Dieses Deck wird unterteilt in die 22 großen Arkana und die 56 kleinen Arkana. Der Begriff Arkana stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Geheimnis“. Ziemlich treffend, denn die Karten sollen Ihnen ja auch dazu dienen, die Geheimnisse Ihres Lebens zu lüften.

Die 22 großen Arkana bestehen aus insgesamt 22 Karten, deren Sinnbilder häufig als Trumpfkarten bezeichnet werden, da ihnen eine besondere Macht zugesprochen wird. Folgende Karten zählen zu der großen Arkana: der Narr, der Magier, die Hohepriesterin, die Herrscherin, der Herrscher, der Hierophant, die Liebenden, der Wagen, die Gerechtigkeit, der Eremit, das Rad des Schicksals, die Kraft, der Gehängte, der Tod, die Mäßigkeit, der Teufel, der Turm, der Stern, der Mond, die Sonne, das Gericht und die Welt. Hier finden Sie die Erklärungen zu den Karten der 22 großen Arkana:

1. Der Narr steht für das Kind in uns. Diese Karte soll uns dazu motivieren, etwas Neues ausprobieren, optimistisch zu sein und Grenzen zu überwinden.

2. Der Magier gilt als eine sehr aktive Karte. Man soll auf die eigene Inspiration hören, selbstbewusst sein und Pläne umsetzen.

3. Die Hohepriesterin steht für innere Weisheit und Intuition. Es gibt immer einen Ausweg und eine Lösung aus einer schwierigen Situation, man muss nur auf sein Innerstes hören.

4. Die Herrscherin symbolisiert Wachstum, Reife und Ernte. Mit dieser Karte werden wir aufgefordert, unsere eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse wachsen zu lassen.

5. Der Herrscher besagt, wir können nicht immer den Anderen die Schuld für unsere Situation geben, sondern müssen selbst Verantwortung tragen.

6. Der Hierophant ist die Tarotkarte des eigenen Selbstvertrauens und mahnt uns an, unsere Gedanken und Träume umzusetzen.

7. Die Liebenden fordern uns dazu auf, auf unser Herz zu hören und dadurch tiefgreifende Entscheidungen zu treffen.

8. Der Wagen symbolisiert Erfolg und sollen uns von niemand von diesem Erfolg abhalten lassen.

9. Die Gerechtigkeit besagt, dass man sich selbst nehmen soll, wie man ist, und sich nicht bewerten darf. Diese Karte dient zur Motivation für große Aufgaben.

10. Der Eremit bedeutet, dass wir unserem Weg treu bleiben sollen, und leitet uns somit unseren Lebensweg.

11. Das Rad des Schicksals ist ein Lebensrätsel. Wir müssen uns unserem Schicksal ergeben und können es nicht erzwingen.

12. Die Kraft mahnt uns an, Kopfentscheidungen zu treffen und Verantwortung zu tragen.

13. Der Gehängte bedeutet Wandlung und keinesfalls etwas Negatives. Die Lösung eines Problems ist
einfacher als es scheint.

14. Der Tod hat ebenfalls keine negative Bedeutung. Er bedeutet ebenfalls Wandel. Ein Ende ist aber auch ein neuer Anfang.

15. Die Mäßigkeit ist ein Schutzengel, der unsere spirituelle Kraft, die unser Selbst ins Licht führt, symbolisiert.

16. Der Teufel mahnt uns an, Tabus zu brechen und uns vom „Alten“ zu trennen.

17. Der Turm soll uns dazu anregen, uns von alten Grundsätzen zu lösen und eine neue Welt hinter diesem Zusammenbruch zu finden.

18. Der Stern ist eine besonders glückliche Karte, denn sie symbolisiert Glück bei unseren Vorhaben und eine gute Lebenssituation.

19. Der Mond spiegelt die Sehnsucht wider. Wir sollen uns bei unseren Handlungen treiben lassen und unserer Sehnsucht nachzugeben.

20. Die Sonne symbolisiert Versöhnung und Klarheit. Jedoch hat sie auch einen negativen Aspekt, denn die helle Harmonie kann schnell in Naivität umschlagen.

21. Das Gericht bedeutet etwas Neues bei dem man seinem inneren Ruf folgen soll. Dabei verrät uns unsere Intuition, wie der Ruf gemeint ist.

22. Die Welt zeigt uns an, dass wir auf dem richtigen Weg sind, unser Ziel zu erreichen und dies bald auch schaffen werden.

Die kleine Arkana besteht aus vier Mal vierzehn Karten, die jeweils in Gruppen eingeteilt sind. Dazu zählen die Kelche-Karten, die Münzen-Karten, Schwerter-Karten und den Stäbe-Karten, wobei jede Gruppe aus zehn Zahlenkarten (1 (= Ass) bis 10) und vier Hofkarten (König, Königin, Page und Ritter) besteht. Die Legung der kleinen Arkana und die Bedeutungen der verschiedenen Karten sind äußerst umfangreich und komplex. Sollten Sie sich die Karten legen lassen wollen, sollten Sie dafür am besten einen Profi kontaktieren. Für eine private Kartenlegung reicht die große Arkana durchaus aus.

Spielweise und Legung der Karten

Die richtige Legung der Karten ist sehr entscheidend und es existieren viele verschiedene Varianten, wie man Tarot-Karten legen kann. Wenn Sie ein Tarot-Anfänger sind, sollten Sie sich auf wenige Karten konzentrieren. Am besten legen Sie am Anfang nur drei Karten. Mischen Sie die Karten und legen Sie drei Karten nebeneinander. Die linke Karte symbolisiert die Vergangenheit, die Mittlere die Gegenwart und die Rechte die Zukunft. Das Wichtigste, um die Karten richtig zu deuten, ist, nicht nur die Bedeutung der einzelnen Symbole zu betrachten, sondern viel mehr die Beziehung zueinander. Mehr zu den Symbolen und zur richtigen Deutung der Tarot-Karten finden Sie im entsprechenden Artikel.

Warum sollten Sie Tarot-Karten legen?

Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten. Generell legt man Tarot-Karten, damit man sich selbst und sein eigenes Umfeld besser versteht. Je nach Karten-Legung erfahren Sie unterschiedliche Dinge über sich. Sie können jeden Tag eine Tarot-Karte ziehen und erfahren, was Ihr Tag bringen wird. Besonders viele Menschen legen Tarot-Karten, wenn Sie an vielen Träumen oder Albträumen leiden. Dies ist eine gute Methode, mehr über die eigenen innerlichen Unruhen und Gedanken zu erfahren. Sie können entweder die Frage, die Sie durch den Traum beschäftigt mit Hilfe der Tarot-Karten beantworten oder ein bestimmtes Traumsymbol mit Hilfe der Karten analysieren.

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