Träume und ihre Bedeutung im Buddhismus

Träume haben eine lange Geschichte im Buddhismus und werden bereits seit langer Zeit in Zeichnungen an Wänden und in bunten Tankas in bildlicher Form festgehalten. Im Buddhismus ist man sich der Träume sehr bewusst und weiß natürlich auch, dass man im Schlaf jede Nacht träumt. Dieses Wissen herrschte bereits vor, als noch keine wissenschaftlichen Belege dafür existierten. Nach dem Schlafen und damit Träumen ist es gewöhnlich so, dass man sich auf die Suche nach deren Bedeutung begibt. 

Bis in die heutige Zeit sind die „alten“ Bedeutungen überliefert und immer noch gebräuchlich. In Indien und China werden sehr oft Wahrsager und Prognostiker aufgesucht und man lässt sich seine Träume deuten. Der westliche Traumdeutungsansatz lässt sich in einigen Bereichen mit den alten Buddhistischen Anätzen vergleichen, andere wiederum sind sehr unterschiedlich.

Buddhas Traum

Träumt ein Buddha, so glaubt man, dann wird auf diesem Weg die Tür zum Verständnis aller Dharmas geöffnet. Ein Dharma ist ein Gesetz im indischen Buddhismus und beschreibt den Weg, wie man Ausgeglichenheit und natürliche Ordnung der Dinge durch gewisse Verhaltensweisen erreichen kann. Die Träume oder das Träumen erlauben es ihm zudem, sich völlig zu öffnen und zu leeren, so dass es möglicht wird, durch Mitgefühl befreit zu werden. In dieser Erkenntnisstufe werden alle Geschöpfe so gesehen, dass sie den gleichen Körper teilen.

Bedeutung des Träumens

Im Buddhismus wird daran geglaubt, dass Träume ideenbildende Aktivitäten des Geistes sind. Auch im Buddhismus wird der Schlaf an sich in fünf Stufen unterteilt, mit denen Träume bzw. verschiedene Träume verbunden werden.
Die Phasen unterteilen sich in Schläfrigkeit, leichten Schlaf, tiefen Schlaf, leichten Schlaf und am Ende das Erwachen. Im Buddhismus bezeichnet man die zwei Phasen des leichten Schlafes als den Schlaf des Affen. In diesen Phasen finden die Träume statt.

Wie auch andere Regionen und Glaubensrichtungen wird im Buddhismus ebenso angenommen, dass Träumen eine prophezeiende Wirkung und Bedeutung zugewiesen werden kann. Jedoch werden nicht alle Träume auf diese Weise aufgefasst. Es gibt bedeutungsvolle Träume, deren Deutung und Inhalte in das Leben und in die Art des Verhaltens mit aufgenommen werden. Alle als unbedeutend eingestufte Träume werden hingegen ignoriert.

Träume im tibetischen Buddhismus

Im tibetischen Buddhismus wird davon ausgegangen, dass alles Erlebte Einbildung ist. Träume werden als Weg gesehen, um die illusorischen Eigenschaften der Realität zu verstehen. Dabei wird aber nicht die Welt als Illusion gesehen, sondern alleine die Gefühle, die uns dazu treiben auf bestimmte Weise zu handeln. Träume hingegen sind keine Illusionen, sie sind das, was uns von den Illusionen befreit. Laut Buddhismus verdeutlicht sich in den Träumen die Komplexität von Emotionen wie Angst, Verlangen und weiteren tiefliegenden Gefühlen und Konzepten. Besonders bei Albträumen zeigt es sich, wie stark unser waches Bewusstsein mit den inneren und tiefgehenden Gefühlen und Vorstellungen verbunden ist.

Im tibetischen Buddhismus wurden Träume auch dazu genutzt, um von Schamanen Krankheiten und Beziehungen der Lebenden zu den Geistern der Ahnen zu deuten. Ebenso fand man im alten Tibet Frauen, die eigenständig als Traumdeuterinnen tätig waren. Diese wurden zu Hofe gebeten, um den König Ratschlag in Sachen Politik und Wohlstand des Landes gaben.

Ein Beispiel für die Bedeutung von Träumen sind die 16 Voraussagungen Buddhas über die Träume, die dem König Pasenadi von Kosala im Schlaf erschienen sind. Der König war sich nicht sicher über die Bedeutung der guten und schlechten Geschehnisse und suchte bei Buddha nach Rat. Bis heute sind diese Voraussagen besonders im tibetischen Buddhismus nicht vergessen und werden als Richtlinien für die Interpretation von Träumen herangezogen.

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