Traumtagebuch- Traumbewusstsein stärken

Jeder Mensch träumt im Schlaf, auch wenn er sich am nächsten Morgen an die nächtlichen Erlebnisse nicht mehr erinnern kann. Träume sind faszinierend und haben durch ihre verschlüsselten oder versteckten Botschaften etwas Geheimnisvolles an sich. Sie sind der Schlüssel zum Unterbewusstsein, sprechen in Bildern und Symbolen und sorgen dafür, dass man die erlebten Tagesgeschehnisse seelisch verarbeiten kann.

Wenn man sich an seine Träume besser erinnern möchte um sie in ihren Details zu entschlüsseln, lohnt es sich ein Traumtagebuch zu führen. Dieser kreative Umgang mit Träumen braucht jedoch ein wenig Übung und Zeit. Es gibt zahlreiche, schön gestaltete Traumtagebücher auf dem Markt sowie einfache Schreibbücher oder Hefte, die für das morgendliche Notieren ausreichen. Ebenfalls eignen sich Diktiergeräte für diejenigen, die mündlich die nächtlichen Erlebnisse besser zusammenfassen können. Beim Führen des Traumtagebuches sollte man immer nur eine Seite beschreiben und die kommenden Blätter zur Bearbeitung der Träume nutzen.

Wie führt man ein Traumtagebuch

Vor dem Einschlafen ist es zunächst wichtig, dass man sich fest vornimmt sich am nächsten Morgen an die nächtlichen Träume zu erinnern. Ein Stift sowie das Tagebuch – oder das Diktiergerät – sollten bereits auf dem Nachttisch griffbereit liegen, damit man beim Aufwachen die Erinnerungen gleich aufschreiben und sich Notizen machen kann.

Nach dem Aufwachen sollte man dann den Traum sofort möglichst detailliert aufschreiben und auf folgende Fakten eingehen: Personen, Ort, Tätigkeit, Gegenstände, Farben, Symbole und Besonderheiten. Danach geht es an die „Kernaussage“ des geträumten: Um was für einen Traum handelte es sich? Gibt es Widersprüche oder Konflikte? Und welche Gefühle spielen eine Rolle? Es ist entscheidend, ob sich Erlebnisse im Traum wiederholt haben und an wen oder was der Traum erinnert. Startet man mit seinem Traumtagebuch, dann ist die Traumerinnerung zumeist noch relativ schlecht und es ist besonders schwer und mühsam, sich an einzelne Situationen oder sogar Details, wie Personen, Gefühle oder Symbole zu erinnern. Insbesondere bei der Erinnerung und Deutung von Symbolen stehen Menschen, die keinen professionellen Traumdeuter an der Seite haben, vor einer kleinen Herausforderung. Je öfter man die Träume jedoch aufschreibt und gezielt den Fragen nachgeht, desto einfacher wird es zukünftig, sich an die Geschehnisse der Nacht zu erinnern.

Die Traumsymbolik eigenständig deuten lernen

Hat man ein Symbol im Traumtagebuch niedergeschrieben, dann sollte man – anstatt in einem Traumlexikon nachzuschlagen – zunächst notieren, was einem spontan dazu einfällt. Die Symbole müssen stets in den Gesamtzusammenhang des Traumes gebracht und mit der momentanen Situation des Träumers verbunden werden. Während professionelle Traumdeuter oder Traumlexika verschiedene Impulse und Deutungsinterpretationen liefern können, kann man mit der richtigen Intuition und Vertrauen auf die eigenen Gefühle letztendlich nur selbst die eigenen Träume deuten und für sich nutzen. Das Traumtagebuch selbst sollte zum ständigen Begleiter werden, in das man jeden Morgen seine Träume niederschreibt .

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